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SEEDS*

Das Projekt „Seeds“ ist eine ausformulierte Antwort auf die theoretische Untersuchung dieser Masterarbeit „Un_Touched“, die sich mit veränderten Wahrnehmungsprozessen in einer digitalisierten Lebenswelt auseinandersetzt. Ziel der praktischen Umsetzung ist es, durch das invertieren gebräuchlicher Gestaltungselemente den Wahrnehmungs-prozess zu irritieren, dadurch Resonanz zu erzeugen und ein neues Verständnis zur realen Welt zu erzeugen. Die Entwicklung einer Zero-Waste-Kollektion mit Samen dient hierbei als Vermittlungselement. Es greift sowohl den Körper wie auch den Naturbezug auf und verbindet bei der Darstellung den analogen mit dem digitalen Raum.

Die Samen auf Englisch „Seeds“, fordern den Betrachter auf, sich mit der natürlichen materiellen Welt auseinander zu setzten, diese zu beobachten und dabei vor allem eines zu tun - zu warten. Mit der Zeit beginnen die Samen zu wachsen und entfalten sich in die räumlichen Dimensionen, die real erfahrbar sind. Aus dem Samen wird eine Pflanze mit Blüten, die durch die Befruchtung neue Samen bildet. Der Samen steht in diesem Projekt metaphorisch für die natürliche materielle Welt und ihre zirkulären Prozesse. Um diese in verschiedenen erfahrbar zu machen, besteht das Projekt aus drei Teilen, die zusammen ein ganzheitliches Erfahrungs-konzept bieten. Diese drei Teile sind: eine Kollektion, eine Webseite und ein Objekt.
Die Kollektion ist der reale Bestandteil des Projektes und sie ist eine Kapsel, deren Inhalte für uns durch die Zeit zugänglich werden. Denn nur wenn wir uns darum bemühen, werden aus den Kleidungsstücken Pflanzen wachsen. Dadurch entsteht eine tiefe Beziehung zur natürlichen Welt, weil wir diese unmittelbar spürbar auf unserer Haut tragen. Die Kleidung als Vermittlungselement bedient, bedingt durch die real existierende Erscheinungsform, die verschiedenen Wahrnehmungsebenen. Sie lebt im physischen Zustand vom haptischen und visuellen Erfahren zugleich.
Die Webseite bietet einen virtuellen Raum, der die Kollektion digital erfahrbar macht. In diesem Raum wird das visuelle zur einzigen Möglichkeit, sie wahrzunehmen und das haptische Empfinden über das, was wir sehen, wird aus unseren Erfahrungen geschöpft.
Das verbindende Glied zwischen der realen Kollektion und dem digitalen Raum wurde ein virtuelles Objekt geschaffen und in den realen Raum überführt. Dieses Objekt ist ein Samen, der so nicht real existiert, er wurde mithilfe von Computer-technologien erzeugt und dann 3D gedruckt. Durch ein NFC-Tag wird der Betrachter auf die Webseite geführt.

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